
Die Medizinische Universität Wien, kurz MUW, ist mit aktuell 772 Studienplätzen pro Jahr die größte medizinische Universität Österreichs, die das Medizinstudium öffentlich anbietet. Als lebenswerteste Stadt der Welt und mit dem AKH als Zentrum für Wissenschaft und Forschung zieht die Hauptstadt jedes Jahr tausende Bewerber:innen an, die hier Medizin studieren möchten.
Die MedUni Wien ist nicht nur eine Universität – sie ist der Ort, an dem du deinen Traum verwirklichen kannst. Genaueres zu Voraussetzungen, Aufnahme, Kosten und Ablauf erfährst du hier. 🤓
Key Facts
Studienplätze
692 (Humanmedizin)
80 (Zahnmedizin)
Studienbeitrag
befreit während der Regelstudienzeit
Dauer
Humanmedizin: 12 Semester, 360 ECTS
Zahnmedizin: 12 Semester, 360 ECTS
Studienstart
Wintersemester
Medizin studieren in Wien
An der MedUni Wien zu studieren ist anspruchsvoll und genau das macht das Medizinstudium hier so besonders. Die fundierte theoretische Ausbildung, kombiniert mit zahlreichen praktischen Erfahrungen, bereitet dich bestmöglich auf den Beruf als Mediziner:in vor.
Erhältst du deinen Studienplatzangebot nach erfolgreichem Absolvieren des MedAT, kannst du dich unmittelbar danach an der Medizinischen Universität Wien inskribieren. Das Medizinstudium Wien absolvierst du als Diplomstudium.
Zusätzlich zu den positiv absolvierten Prüfungen (KMP) und Diplomprüfungen gilt es bis zum Ende des Studiums eine Diplomarbeit zu verfassen. Anschließend erhältst du den Titel Dr. med. univ. oder dent.
In diesem Beitrag erfährst du alles rund um’s Medizin studieren in Wien. Wir haben dazu unsere Tutor:innen und Buchautor:innen um Insights und ihre Erfahrungen befragt. Hier erhältst du Informationen aus erster Hand!
Studienplätze, Bewerbung und Aufnahme
An der MUW stehen 692 Plätze für Humanmedizin und 80 Plätze für Zahnmedizin zur Verfügung, in den nächsten Jahren wird die Anzahl der Humanmedizin-Studienplätze auf 716 steigen. Das Aufnahmekriterium für die Zulassung zum Medizinstudium Wien stellt der Medizinischen Aufnahmetest “MedAT” dar.
Dieser Test deckt Naturwissenschaften, kognitive Fähigkeiten, sowie sozial-emotionale Kompetenzen ab und findet einmal jährlich an allen vier Studienorten für das Medizinstudium an öffentlichen österreichischen Universitäten statt.
Vorraussetzungen zur Teilnahme am MedAT:
- Abschlusszeugnis der Reifeprüfung oder Matura
- Studienberechtigungs- oder Berufsreifeprüfung
- Anerkannter Bildungsabschluss einer ausländischen Bildungseinrichtung
Alle Abschlüsse können nachgereicht werden, müssen aber im Jahr des MedAT-Antrittes erfolgen.
Zudem ist eine rechtzeitige Registrierung für den MedAT sowie die Bezahlung des Kostenbeitrags innerhalb der Anmeldephase erforderlich. Diese Phase startet am ersten Werktag im März und endet am letzten Werktag desselben Monats.
Alle Infos zur Bewerbung, den Voraussetzungen und Erfahrungen rund um den MedAT findest du hier.

Die Vorbereitung auf den MedAT
Die MedAT-Vorbereitung ist für viele ein eigenes Kapitel ihres Lebens, das vor dem Medizin studieren in Wien prägend sein kann. Einige würden sogar behaupten, dass der MedAT “schwerer”, als so manche Prüfung im Studium ist.
Fakt ist: Lediglich 10 % der Bewerbenden erhalten einen Studienplatz. Dadurch ist ein Studienplatzangebot umso begehrter.

Bei diesen Zahlen ist es wenig erstaunlich, dass etwa 50 % den MedAT ein zweites Mal schreiben.
Eine optimale und individuell angepasste Vorbereitung auf den MedAT ist deshalb ausschlaggebend.
Und es gibt verschiedene Wege, wie du deine Chancen auf ein positives Testergebnis erhöhen kannst…
Erfolgreiche Absolvierende empfehlen etwa 500 Stunden in die Vorbereitungszeit zu investieren.
Wie wäre es, wenn du deine Erfolgschancen den MedAT zu bestehen sogar versechsfachen könntest?
Nutze ein abgestimmtes Lernsystem mit allen Tools, die dich in einer so langen und intensiven Vorbereitungszeit am Ball halten und Motivation fördern – bis du am Ziel bist!
Aufbau, Curriculum und Ablauf
Ist der Aufnahmetest geschafft und du hast einen der begehrten Studienplätze ergattert, dann ist es Zeit, dich zu inskribieren und mit Anfang Oktober das Medizinstudium Wien zu beginnen.
In der ersten Woche, noch bevor das Studium richtig losgeht, gibt es in Wien eine besondere Zeremonie, um den nächsten Lebensabschnitt gebührend zu feiern. Bei der sogenannten “White Coat Ceremony” bekommen alle “Erstis” ihre weißen Mäntel. Gleichzeitig dient das Event als offizieller Start ins Medizinstudium Wien.

Aufbau Humanmedzin / Zahnmedizin
Die ersten zwei Studienjahre sind für Human- und Zahnmedizin Studierende inhaltlich annähernd ident, danach unterscheidet sicher der Aufbau stärker. Beide Studien sind in sogenannten Blöcken aufgebaut. Jeder Block hat folglich ein bestimmtes Thema und besteht zudem aus den drei Grundbausteinen für das Medizin studieren in Wien: Vorlesungen, Seminare und Praktika.
Vorklinik (1. – 4. Semester)
In den ersten zwei Jahren wirst du die Grundausbildung in naturwissenschaftlichen und medizinischen Fächern durchlaufen:
- Anatomie, Biologie, Chemie, Physik
- Physiologie, Biochemie, Histologie
- Grundlagen der medizinischen Terminologie
- Einführung in klinische Fächer wie Histopathologie und Mikrobiologie
Ziel ist es, dir ein medizinisches Grundlagenwissen anzueignen, welches du später für das klinische Studium benötigst.
Klinik (5. – 8. Semester)
Klinisch-praktische Inhalte kommen ab dem fünften Semester auf dich zu. Du und deine Kommiliton:innen werden damit beginnen, auch Patient:innenfälle in die Theorie einzubinden:
- Allgemeine und spezielle Pathologie
- Pharmakologie und Diagnostik
- Praktische Übungen in den Kliniken (z.B. Famulaturen)
- Psychosomatik, Ethik und Gesundheitsrecht
Im achten Semester endet der klinische Teil mit dem sogenannten “klinischen Praktikum”, das eine intensive Vorbereitung auf den klinischen Alltag darstellt.
KPJ – Klinisch-praktisches Jahr (9. – 12. Semester)
Das letzte Jahr ist das sogenannte KPJ – also klinisch-praktisches Jahr (KPJ). Alle Studierende verbringen dieses in verschiedenen Kliniken. Hier arbeitest du in der Praxis, z.B. auf den Stationen, begleitest Ärzt:innen und führst unter Aufsicht Untersuchungen durch.
Alle weiteren Infos findest du hier.
Zahnmedizin
Das Studium der Zahnmedizin an der Medizinischen Universität Wien ist wie das Humanmedizinstudium in drei Abschnitte geteilt.
Der Unterricht erfolgt in thematisch strukturierten Blöcken, die über das gesamte Semester verteilt sind und durch begleitende Lehrveranstaltungen ergänzt werden. Diese schaffen einen direkten Bezug zur klinischen Praxis und dienen dem Training grundlegender Fertigkeiten. Die ersten beiden Studienjahre entsprechen weitgehend dem Curriculum der Humanmedizin, mit wenigen spezifischen Anpassungen für die Zahnmedizin.
Ab dem dritten Semester wirst du verstärkt in Kleingruppen anhand konkreter Fragestellungen lernen. Während dieses Studienabschnitts nimmt die Zahnmedizin einen immer größeren Stellenwert ein, während die humanmedizinischen Inhalte sich auf praxisrelevante Problemstellungen beschränken. Das Modul „Zahnmedizinisches Propädeutikum 2“ vermittelt dir die theoretischen und praktischen Grundlagen der klinischen Zahnmedizin und legt besonderen Wert auf die Entwicklung manueller Fertigkeiten.
Die klinisch-praktische Ausbildung steht im Mittelpunkt des letzten Studienabschnitts. In einem 72-wöchiges Praktikum an der Universitätszahnklinik oder in Lehrzahnarztpraxen bekommst du umfangreiche Einblicke in die praktische Arbeit. Zusätzlich hast du die Möglichkeit, falls du nicht ohnehin bereits in einer Ordination neben dem Studium tätig bist, durch eine freiwillige Berufsfelderkundung in einer Zahnarztpraxis weitere praktische Erfahrung zu sammeln.
Alle weiteren Infos plus Curriculum findest du hier.
Latein im Medizinstudium Wien / kleines Latinum
Das kleine Latinum kannst du bei Bedarf ebenfalls im Medizinstudium Wien nachholen. Dazu brauchst du weder einen Kurs besuchen, noch vor dem Studium Latein zu lernen.
Latein wird als Zusatzprüfung angeboten, welche du bis zum Abschluss des zweiten Semesters ablegst. Diese Prüfung entfällt vollständig, wenn du in der höheren Schule in einem Ausmaß von zehn Wochenstunden Latein besucht hast.
So läuft das Medizinstudium Wien ab
Wie bereits erwähnt, gibt es unterschiedliche Lehrveranstaltungen, zum Beispiel Vorlesungen, Seminare, Praktika und Wahlfächer. Bei Seminaren und Praktika besteht Anwesenheitspflicht, bei Vorlesungen nicht.
Seminare und Praktika werden mit immanentem Prüfungscharakter abgehalten. Das bedeutet, der Aufbau ähnelt einer mündlichen Gruppenprüfung.
Erscheine hier immer gut vorbereitet, da es sonst zu einer Ersatzleistung kommen kann. Diese kann je nach Blockkoordination von einer schriftlichen Zusammenfassung bis zu einer Wiederholung des ganzen Elements reichen.
Kleingruppen
Am Beginn jedes Semesters erfolgt die Kleingruppenanmeldung, welche ausschlaggebend für den Lehrveranstaltungsplan ist. Eine Kleingruppe besteht aus zehn Personen, die alle Praktika und Seminare gemeinsam absolvieren.
Dank dieses das Konzeptes ist es relativ einfach, Leute kennenzulernen und schon ab dem ersten Semester Freund:innen im Medizinstudium Wien zu finden. Generell ist die Community derer, die Medizin studieren, sehr offen und zuvorkommend.
Gerne wird einem als „Ersti“ (Studierende:r im ersten Semester) alles erklärt und gezeigt. Es werden außerdem auch Lernunterlagen und Erfahrungen ausgetauscht oder Tipps gegeben. Man ist mit dem hohen Lernpensum jedenfalls nie alleine. 💗

- Good news: egal welche Kleingruppe, man ist zu allen Vorlesungen, Seminaren und Praktika angemeldet. Um Plätze muss sich also nach dem Aufnahmetest nie wieder gestritten werden!
Blockprüfungen und SIP
Der Stoff der Vorlesungen wird entweder in eigenen Blockprüfungen oder in den sogenannten SIPs (Summative Integrative Prüfung) über ein ganzes Semester abgeprüft. Die Vorlesungsprüfungen erfolgen schriftlich und meistens im Multiple-Choice-Format.
Abgesehen von den Themenblöcken beginnen jedes Semester sogenannte „Line Elemente“, in denen es hauptsächlich um die praktische Integration von Gelerntem geht.
Ein Highlight dieser Elemente sind beispielsweise die drei Sezierkurse Organmorphologie eins bis drei (auch OM genannt), die nach Curriculum im vierten, fünften und sechsten Semester stattfinden.

Famulatur
Ab dem zweiten Jahr im Humanmedizinstudium gilt es im Medizinstudium Wien Pflichtfamulaturen zu absolvieren. Diese sind Praktika in unterschiedlichen klinischen Bereichen, die während dem Semester oder in der vorlesungsfreien Zeit stattfinden. Dadurch hast du früh die Möglichkeit, Erfahrungen in der Praxis zu sammeln.
Im Zuge dessen kannst du dein Gelerntes an Patient:innen üben und festigen. Bei Zahnmedizin sind Famulaturen ausschließlich freiwillig.
Im Video nimmt Cleo dich mit in ihren Tag auf Famulatur und erklärt den Ablauf.
Studiengebühren
Im Gegensatz zu privaten Universitäten wird zu Beginn jedes Semesters lediglich der ÖH Beitrag inkl. Versicherung bezahlt. Aktuell sind dies ca. 25 € pro Semester. Die Kosten für das Medizinstudium Wien bleiben also gering und Studiengebühren fallen innerhalb der Regelstudienzeit (+ zwei Toleranzsemester) keine an.
Für Medizinstudierende gelten zusätzliche Studiengebühren, falls die Regelstudienzeit um mehr als zwei Semester überschritten wird:
- € 363,36 pro Semester für EU-Bürger:innen bzw.
- € 726,72 pro Semester für Drittstaatenangehörige.
Kosten für das Medizinstudium Wien
Während Studierende von den Studiengebühren innerhalb der Mindeststudienzeit befreit sind, fallen an manchen Stellen im Medizinstudium Wien, zusätzlich zu jenen für den Lebensunterhalt, weitere Kosten an.
Eine Zusammenfassung der durchschnittlichen Kosten pro Monat bzw. pro Semester findest du in der Tabelle:
Bereich | Kosten | Alternative(n) |
---|---|---|
Wohnen | 400 – 600 € / Monat | geförderte Wohnungen, wohnen in Randbezirken |
öffentliche Verkehrsanbindung | ca. 75 € / Semester | Fahrrad |
Lebensmittel | 100 – 200 € / Monat | Mittagessen AKH-Mensa für ca. 5 € |
Materialien / Ausrüstung | 20 – 30 € / Semester | großteils durch ÖH gedeckt |
empfohlene Literatur | 200 – 300 € / Semester | kostenlose Uni-Bibliothek |
Freizeitaktivitäten | 30 – 50 € / Monat | Flunky Ball, Votivpark, kostenloses Angebot der Stadt |

Alles in allem kann das Leben in Wien auch teurer werden. Durch Angebote für Student:innen bei Kultur- und Freizeitprogrammen und der ÖH-Unterstützung im Studium kannst du deine monatlichen Ausgaben reduzieren. Im folgenden Beitrag erzähle ich dir noch mehr zu den Kosten, wenn du in Wien Medizin studieren willst.
Wohnkosten in Wien können je nach Anspruch durchaus unterschiedlich ausfallen. Zum Beispiel: WG-Zimmer in der Nähe des Campus kommen für 20 qm auf ca. 400 bis 600 € monatlich.
Für Personen die mindestens zwei Jahre als Hauptwohnsitz in Wien gemeldet sind, besteht außerdem die Möglichkeit, eine geförderte Gemeindewohnung zu günstigeren Tarifen zu bekommen.
Studierendenwohnheime sind preislich ähnlich aufgestellt, manchmal auch eine Spur günstiger. Der große Vorteil ist aber, dass diese bereits möbliert sind und viele Möglichkeiten zum Kennenlernen neuer Leute bietet. Achtung: Wohnheimplätze wie zum Beispiel bei der Akademikerhilfe können bereits frühzeitig ausgebucht sein, informieren dich frühestmöglich, wenn du Interesse an einem Zimmer hast!
Studierendendenwohnheime in Wien
Zusätzlich zu der Option, mit anderen (Studierenden) eine Wohngemeinschaft zu gründen, oder in ein bereits bestehendes WG-Zimmer einzuziehen, gibt es Studierendenwohnheime. Dort findest du in der Regel alles, was du brauchst! Zudem ist es besonders für stadtfremde Leute ein guter und vor allem recht einfacher Weg, um neue Leute und ebenfalls Studierende kennenzulernen. Du findest viele Annehmlichkeiten direkt vor Ort, zum Beispiel Aufenthaltsräume, ein Fitnessraum im Haus und meist auch Lern- und Veranstaltungsräume.
Hier siehst du einige Zimmer der Akademikerhilfe in Wien. An den Standorten Pfeilgasse 3A im achten oder der Canisiusgasse im neunten Bezirk wohnst du in unmittelbarer Nähe zur MedUni Wien. Viele Studierenden schätzen das Wohnen in modernen und bereits möblierten Räumen, die zentrale Lage und natürlich die Möglichkeit, sich im Wohnkomplex mit vielen anderen Studierenden austauschen zu können. Außerdem sind weitere Notwendigkeiten, wie Strom, Heizung und Internet bei den Wohneinheiten all-inclusive und kein weitere Punkt, um den du dich kümmern musst. Alle weiteren Informationen zu diesen und den zahlreichen weiteren Standorten in Wien findest du hier.
Mit den “Öffis”, also öffentlichen Verkehrsmitteln, zu fahren ist hingegen vergleichsweise günstig. Als Student:in unter 26 kannst du für 75 € ein Semester (September bis Jänner, Februar bis Juni) das gesamte Netz der Wiener Linien nutzen.
In den Ferienmonaten Juli und August gibt es ebenfalls vergünstigte Tarife für Studierende um ca. 30 € pro Monat. Falls doch ein anderes Verkehrsmittel genutzt wird, greifen die meisten eher zum Fahrrad, als zum Auto (da das Parken und der Erhalt eines Autos wesentlich teurer sind).
Lebenskosten können jede:n Student:in unterschiedlich sein. Je nachdem wie günstig du einkaufst und kochst, variieren Kosten für Lebensmittel zwischen 100 bis 200 € monatlich, wobei hier der gelegentliche Kaffee einberechnet ist. 🤓
In der Mensa des AKH Wien bekommen Studierende ein ausgiebiges Mittagessen für ca. 5 €, sparen ist also auch hier möglich. Für Freizeitkosten kannst du nochmal ungefähr 30 bis 50 € pro Monat kalkulieren, ganz egal ob für Sport oder Studentenpartys.
Zu jedem Block, beziehungsweise jeder Prüfung, gibt es dazugehörige empfohlene Literatur. Möchtet du dir diese zulegen, können zusätzliche Kosten von ca. 200-300 € pro Semester anfallen. Die Bibliothek ist kostenlos und bestens ausgestattet, an dieser Stelle ist sparen also gut möglich.
Auch durch Materialien wie Scrubs, also OP-Kleidung für den Sezierkurs oder Artikulatoren für Okklusion bei den Zahnmediziner:innen entstehen zusätzliche Kosten. In den meisten Fällen versucht die ÖH diese Kosten mit Leihgaben zu decken, ansonsten kommen hier ca. 20 bis 50 € pro Semester hinzu.
5 Gründe, warum du in Wien Medizin studieren solltest

Ich studiere zum Zeitpunkt des Artikels im sechsten Semester an der MedUni Wien. Was die Stadt und das Medizinstudium Wien so herausragend macht, sind nicht nur die ganzen “Reiseführerfakten”. Die wahre Schönheit dieser Studierendenstadt liegt eindeutig bei den besonderen Menschen und der Vielfalt der Möglichkeiten, die sie einzigartig macht.
Mit anderen Worten: Vienna waits for you!
Campus
Der Campus der Medizinischen Universität (MUW) ist eng mit dem der Universität Wien verbunden und liegt größtenteils in und um das AKH, verteilt auf den 9. Bezirk und die Innere Stadt. Ein Nachteil: Wohnen in Campusnähe kann teuer sein. Aber es gibt Lösungen: Studierendenwohnheime in guter Lage oder eine WG-Gründung sind gute Optionen.
Wenn es in der WG wieder zu laut wird, bietet Wien viele Lerncafés, Lernräume und Bibliotheken. Egal ob du die Angebote der MedUni oder anderer Universitäten nutzt – Bibliotheksausweise sind oft kostenlos und viele Lernräume sind für alle Studierenden zugänglich.
Studierendenleben
Nach jeder anstrengenden Lernphase darf eine gute Party zum Ausgleich nicht fehlen. In der Großstadt gibt es dafür viele Möglichkeiten. Ob Spritzerstände, WG-Partys oder Clubs – hier ist für jede:n etwas dabei. Ab Oktober gibt es zum Beispiel jeden Dienstag den „Medical Tuesday“ im Charlie P’s, dem beliebten Lokal der Wiener Medizinstudierenden.
Wenn es ruhiger sein darf, ist das nächste Café bzw. der nächste Park nach einer Vorlesung nur ein paar Gehminuten entfernt. Das kulinarische Angebot ist vielfältig!
Infrastruktur
Die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien sorgen dafür, dass ein Auto in der Stadt kaum notwendig ist. Die inneren Bezirke erreichst du innerhalb weniger Minuten mit Straßenbahn oder U-Bahn. In nur 15 Minuten bist du außerdem vom Campus an der Donau oder in fünf Minuten am Schwedenplatz für ein leckeres Eis. Mit dem Zug kommst du ebenfalls schnell durch Wien und die Umgebung. Badeseen wie in St. Pölten oder der Neusiedlersee sind in weniger als einer Stunde erreichbar.

Kunst und Kulturangebot
Wien ist ein echtes Highlight für Kunst- und Kulturbegeisterte. Mit einer Vielzahl an Museen, Theatern und Konzerten gibt es immer etwas zu entdecken. Dank günstiger Tickets für Studierende kannst du beispielsweise Oper und Theater hautnah erleben, ohne tief in die Tasche zu greifen. Events wie das Filmfestival am Rathausplatz oder das Donauinselfest sorgen für zusätzliche Abwechslung und verlangen keinen Eintritt. Viele Museen bieten zudem freien Eintritt an bestimmten Tagen. Wien ist also ideal, um Kultur zu genießen und dabei zu sparen!
Sport: allein oder in der Gruppe?
Das Sportangebot der Unis und der Stadt ist durchaus beeindruckend. Als Student:in kannst du beispielsweise für USI-Kurse vergünstigte Tarife nutzen. Dort gibt es eine große Auswahl an Sportarten. Die Medizinische Universität Wien (MUW) hat zum Beispiel eigene Teams – wie die Serpents für Basketball und Football, die MedVolleys und ein Running Team.
Wer lieber alleine läuft oder Rad fährt, findet viele Routen in und rund um Wien. Besonders die 14 Stadtwanderwege sind einen Besuch wert. Natürlich gibt es zudem eine große Auswahl an Fitnesstudios, die für jeden Geschmack verschiedenes bieten.
Deine Chance: Lerne die Community vorab kennen
Solltest du noch immer Zweifel haben, dass Wien dein Studienort ist, hast du natürlich auch die Möglichkeit den ganzen Campus vor deiner Anmeldung zum MedAT zu besichtigen. Möchtest du gleichzeitig andere Studierende in Spee kennenlernen, MedAT-Inhalte testen und mit Medizinstudierenden Erfahrungen austauschen, so kannst du gerne an einem unserer MEDBREAKER-Events, zum Beispiel der Schnitzeljagd, teilnehmen.

(D)ein großer Schritt Richtung Medizinstudium Wien
Nur etwa eine von zehn angemeldeten Personen besteht den MedAT mit einem Studienplatzangebot. Im Sicherheitspaket sind es zwei von drei Personen. Setze jetzt deinen ersten Schritt für dein Studium an der MedUni Wien!
FAQ: Medizin studieren in Wien
Zuerst gilt den MedAT zu schreiben und positiv zu absolvieren. Dieser findet ein Mal pro Jahr in Wien statt. Im besten Fall bekommst du nach erfolgreicher Teilnahme ein Studienplatzangebot und kannst dich damit an der Medizinischen Universität inskribieren. Hier findest du alle Informationen zum Aufnahmetest.
Die Anmeldefrist zum MedAT läuft vom ersten bis letzten Werktag im März.
Der Medizinische Aufnahmetest prüft unterschiedliche Bereiche ab, wie Naturwissenschaften, sowie kognitive und sozial-emotionale Kompetenzen. Eine Übersicht zum Ablauf und allen Untertests findest du hier.
Mit ausreichend effizienter Vorbereitung! Diese All-In-One-Lösung hat sich in den letzten Jahren bewährt und hunderten Personen ins Medizinstudium verholfen: MedAT-Vorbereitung
Das ist unter bestimmten Anforderungen, welche die MedUni individuell prüft, möglich. Bitte kontaktiere dazu die MedUni direkt.
Ein Laptop ist jedenfalls praktisch, da viele Inhalte online zur Verfügung gestellt werden. Ein iPad oder Tablet wird von einigen Studierenden zusätzlich verwendet, da sie dadurch handschriftliche Notizen und Markierungen erstellen können. Es empfiehlt sich, zumindest eine Option zur Unterstützung, da du mehrere Jahre Medizin studieren wirst.
An meistens vier Tagen pro Woche. Durch die Kleingruppeneinteilung hat jede Gruppe einen pro Woche als freien Tag. Nein. Bei Seminaren und Praktika besteht Anwesenheitspflicht, bei Vorlesungen nicht.
Ja. Für die Vorbereitung auf Prüfungen können sogenannte Altfragen genutzt werden. Diese Altfragen stammen oft von früheren Prüfungen und sind eine wertvolle Ressource, um den Prüfungsstil und die Art der gestellten Fragen besser zu verstehen.
Je nach Einteilung und anderen Verpflichtungen oder Hobbys ist das auf jeden Fall möglich. Viele Medizinstudierende arbeiten bereits während des Studiums in Ordinationen. Ebenfalls haben viele einen flexiblen Studierendenjob bei uns gefunden.