Humanmedizin vs. Zahnmedizin studieren: Entscheidung und optimale MedAT-Vorbereitung
Steht für dich die Entscheidung an, ob du Humanmedizin oder Zahnmedizin studieren möchtest? Für viele ist es eine entscheidende Frage am Weg zum Medizinstudium. Hier findest du alle Informationen, die dir dabei helfen, diese Entscheidung zu treffen.
Erfahre hier alles zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Medizinaufnahmetest, der MedAT-Vorbereitung und dem Studium und späteren Berufsalltag.

Beide Studienrichtungen bieten spannende und erfüllende Karrieren, unterscheiden sich jedoch inhaltlich und praxisnah in vielerlei Hinsicht. Um an den öffentlichen österreichischen medizinischen Universitäten studieren zu können, müssen angehende Studierende zuerst den MedAT-H für Humanmedizin oder den MedAT-Z für Zahnmedizin meistern.
In diesem Artikel erfährst du, wie du dich optimal auf beide Tests vorbereiten kannst und welche Überlegungen dir helfen, die richtige Wahl zwischen Humanmedizin und. Zahnmedizin für dich zu treffen.

Ich heiße Katharina und studiere seit 2020 Human- und Zahnmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck. In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen im MedAT-H und MedAT-Z sowie dem Studium mit dir. Ich möchte dir dadurch dabei helfen, deine Entscheidung zu treffen und dich anschließend bestmöglich auf den medizinischen Aufnahmetest (MedAT) in Humanmedizin oder Zahnmedizin vorzubereiten.
Humanmedizin oder Zahnmedizin studieren? | 5 Fragen, die du dir stellen solltest
1. Wo liegen deine Interessen und Stärken?
Überlege, welche Aspekte der Medizin dich am meisten faszinieren. Wenn du ein starkes Interesse an der allgemeinen medizinischen Versorgung und der Arbeit mit dem gesamten menschlichen Körper hast, könnte Humanmedizin das Richtige für dich sein. Wenn du ein besonderes Interesse an Zahnheilkunde, Mundgesundheit und der Arbeit mit technischen Geräten hast, könnte Zahnmedizin besser passen.
2. Bist du bereit für ein Studium mit viel Geschicklichkeit oder möchtest du ein breiter gefächertes Medizinstudium?
In den ersten Semestern variieren die Studieninhalte vereinzelt, es gibt aber viele Gemeinsamkeiten.
Ab etwa dem dritten Jahr entwickelt sich das Zahnmedizinstudium zunehmend spezialisiert, während sich die Inhalte der Humanmedizin stärker auf allgemeine medizinische Themen konzentrieren.
3. Was sind deine beruflichen Ziele?
Denke darüber nach, welche Art von Karriere du dir vorstellst. Möchtest du in einem Krankenhaus arbeiten, in einer Praxis oder in der Forschung? Beide Studiengänge bieten unterschiedliche Spezialisierungsmöglichkeiten.
4. Wie stehen die Berufschancen und Arbeitsbedingungen in der Humanmedizin oder Zahnmedizin?
Eine weitere wichtige Frage ist hierzu, wie wichtig dir Patient:innenkontakt im Vergleich zu technischer Präzision ist? Überlege, welche Fachrichtung dir langfristig mehr Möglichkeiten bietet und welche Arbeitsbedingungen du bevorzugst.
5. Welche praktischen Erfahrungen könntest du machen?
Bevor du dich für den MedAT anmeldest, kann es sinnvoll sein, Praktika in den Bereichen Humanmedizin oder Zahnmedizin zu machen. Das gibt dir nicht nur wertvolle Einblicke in den Beruf, sondern hilft dir auch, dich selbst besser zu orientieren, welcher Studiengang besser zu dir passt.
Infoevent als Entscheidungshilfe: Alles über Humanmedizin und Zahnmedizin erfahren
Wer könnte dir besser weiterhelfen, als Medizinstudierende selbst, denen du alle deine Fragen stellen kannst?
In unserer kostenlosen MedAT-Infoveranstaltung erzählen dir Cara (Zahnmedizin in Wien) und Hannah (Humanmedizin in Wien) alles zum medizinischen Aufnahmetest und berichten von ihren eigenen Erfahrungen beim MedAT-H und MedAT-Z. Sie geben dir wichtige Tipps an die Hand, die dich optimal bei deiner MedAT-Vorbereitung unterstützen und beantworten natürlich alle deine Fragen zum jeweiligen Medizinstudium!

Medizinstudienplätze für Humanmedizin und Zahnmedizin
An den österreichischen öffentlichen medizinischen Universitäten kannst du bereits seit Beginn des heutigen medizinischen Aufnahmetests Humanmedizin studieren. 2013 standen dafür insgesamt 1.356 Studienplätze zur Verfügung.
An der medizinischen Fakultät der JKU Linz kannst du seit 2014 Humanmedizin studieren. Seit dem ersten MedAT 2013 sind die Studienplätze für Humanmedizin an allen Standorten regelmäßig (in etwa alle zwei Jahre) erhöht worden und werden dies nach aktueller Voraussicht auch in Zukunft.
Zahnmedizin kannst du in Österreich an den medizinischen Universitäten in Wien (Medizinische Universität Wien), in Innsbruck (Medizinische Universität Innsbruck) und in Graz (Medizinische Universität Graz) studieren. An der medizinischen Fakultät der JKU Linz gibt es diese Möglichkeit aktuell nicht.
Hier siehst du die Verfügbarkeit an Studienplätzen in Zahnmedizin nach möglichen Standorten in Österreich und dass dieses Kontingent seit Beginn an gleich geblieben ist.
Studienplätze für Humanmedizin und Zahnmedizin 2025
MedUni | Studienplätze Humanmedizin | Studienplätze Zahnmedizin | Studienplätze gesamt |
Wien | 692 | 80 | 772 |
Innsbruck | 380 | 40 | 420 |
Graz | 364 | 24 | 388 |
Linz | 320 | – | 320 |
Gesamt | 1.756 | 144 | 1.900 |
Studienplatzvergabe: Humanmedizin vs. Zahnmedizin
Ein weiterer wichtiger Aspekt, den du bei der MedAT-Vorbereitung berücksichtigen solltest, ist die Studienplatzvergabe.
Beim MedAT-H wird die Vergabe der Studienplätze in den Städten Wien, Innsbruck, Graz und Linz nach Kontingenten durchgeführt.
- 75 % der Plätze gehen an Teilnehmer:innen aus Österreich
- 25 % an Teilnehmer:innen aus der EU
- 5 % sind für Studierende aus Nicht-EU-Ländern reserviert
Für den MedAT-Z gibt es hingegen keine Kontingente mehr, und die Studienplatzvergabe erfolgt rein nach Rangliste. Der Wettbewerb wird daher härter wahrgenommen, da die besten Ergebnisse die besten Chancen auf einen Studienplatz bieten.
Die Unterschiede: Aufbau MedAT-H
und MedAT-Z
Der medizinische Aufnahmetest in Humanmedizin oder Zahnmedizin für das Medizinstudium in Österreich – auch MedAT-H und MedAT-Z genannt – haben viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige markante Unterschiede.
Wichtig: Ob du Human– oder Zahnmedizin studieren wirst, entscheidest du nicht erst am Tag des MedAT! Zur Anmeldephase im März musst du bereits wissen, welche Studienrichtung du machen und dementsprechend auch, welchen MedAT du schreiben wirst.
In diesem Abschnitt gehen wir auf die Struktur beider medizinischer Aufnahmetest ein und erklären, was du erwarten kannst.
Aufbau MedAT-H
Der MedAT-H enthält vier Testbereiche mit den jeweiligen Testteilen. Hier siehst du eine genaue Auflistung der Untertests in der Reihenfolge, wie sie am Testtag abgeprüft werden.

Der BMS-Teil testet deine Kenntnisse in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik. Dieser Testteil findet an jedem Standort am Vormittag statt und umfasst insgesamt 94 Fragen.
Im Untertest Textverständnis (TV) direkt vor der Mittagspause geht es darum, deine Fähigkeit zu testen, Texte zu verstehen und 12 Fragen dazu zu beantworten.
Im Bereich KFF wirst du am Nachmittag deine kognitiven Fähigkeiten testen müssen: Figuren zusammensetzen, Wortflüssigkeit, Zahlenfolgen und Allergieausweise (Gedächtnis und Merkfähigkeit).
Der SEK-Teil prüft zu guter Letzt, wie gut du emotionale und soziale Situationen einschätzen kannst. Dein Feingefühl wird in insgesamt 40 Fragen zu Emotionen erkennen, Emotionen regulieren und Soziales Entscheiden getestet.
Der MedAT-H und MedAT-Z haben unterschiedliche Zeitpläne.
Hier siehst du beispielsweise den Ablauf in Wien:
Registrierung & Einlass | Testbeginn | Mittagspause | Testende (offiziell) |
---|---|---|---|
08:00 Uhr | 09:20 Uhr | 12:00 Uhr (MedAT-H) 13:15 Uhr (MedAT-Z) |
16:30 Uhr (MedAT-H) 17:30 Uhr (MedAT-Z) |
Informiere dich dazu, damit du am Testtag keine Überraschungen erlebst.
Aufbau MedAT-Z
Die Bereiche im MedAT-Z sich ähnlich, weisen aber wichtige Unterschiede auf.

Unterschiede MedAT-H vs. MedAT-Z
- BMS bleibt gleich und testet die selben naturwissenschaftlichen Fächer.
- Der gesamte Testteil Textverständnis (TV) entfällt.
- Dafür gibt es den Untertest manuelle Fertigkeiten (MF), der mit Aufgaben wie Formen spiegeln und Draht biegen getestet wird.
- Der KFF-Teil bleibt fast unverändert, nur der Untertest Implikationen erkennen entfällt.
- Der SEK-Teil ist identisch mit dem im MedAT-H.
Die Gewichtung der Untertests sieht im MedAT-Z so aus:
MedAT-H und MedAT-Z: Meine Tipps für die Vorbereitung
Egal ob du den MedAT-H oder den MedAT-Z schreibst, es gibt bestimmte Vorbereitungsstrategien, die dir helfen werden, erfolgreich zu sein.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, den Fokus auf BMS- und KFF-Untertests zu legen, da sie den größten Einfluss auf dein Gesamtergebnis haben.
Dazu ist es empfehlenswert, Übungsbücher und E-Learning zu kombinieren, da du so zwischen verschiedenen Lernmethoden switchen und die Motivation länger aufrecht erhalten kannst.


Beim MedAT-Z lohnt es sich zudem, die manuellen Fertigkeiten (MF) besonders zu trainieren, um hier 100 % zu erreichen und eventuell andere Schwächen auszugleichen. Dabei ist vor allem das Draht biegen essentiell.
Seit 2025 musst du bei Draht biegen statt zwei nun drei Drähte innerhalb von 30 Minuten biegen. Du hast allerdings pro Draht nun statt vier Aufgaben zuerst zwei und dann jeweils drei Formen zu biegen.

vor Ort in Wien

Draht biegen üben
Vorbereitung und Dauer

Basierend auf meiner Erfahrung empfehle ich eine Vorbereitungszeit von mindestens sechs Monaten, um sich optimal auf den MedAT vorzubereiten. Ich kann zumindest sagen, dass das bei mir zumindest bereits zwei Mal geklappt hat. 😄
Nutze Lernmaterialien wie MedAT-Übungsbücher, Kurseinheiten und Simulationen, um dich intensiv mit den Prüfungsinhalten auseinanderzusetzen. Zusätzlich kannst du deine manuellen Fertigkeiten mit kleinen Übungen im Alltag steigern – nimm dir, wann immer es geht, eine halbe Stunde Zeit und übe Draht biegen oder Figuren spiegeln. Zuerst kannst du abwechselnd üben und dann den Untertest, der dir schwerer fällt.
Damit du die geeigneten Zangen und Drähte sowie ausreichend Übungen, die du dazu benötigst, hast, haben wir Folgendes für dich:
Kurse zur Vorbereitung auf den MedAT-H und MedAT-Z
Viele meinen, dass die Vorbereitungszeit auf den MedAT-Z länger sein sollte. Da sowohl Draht biegen als auch Formen spiegeln Übungssache sind, empfehlen wir, das durchaus einzuplanen. Es lässt sich aber sagen, dass die langen Texte in Textverständnis und Strategien für Implikationen erkennen auch eine gewisse Zeit benötigen, deshalb ist der Unterschied der Vorbereitungszeit eher wahrgenommen, anstatt tatsächlich groß.
Wichtig ist hierbei aber, dass deine MedAT-Vorbereitung sich an dein gewähltes Studium anpasst.
Hier empfehlt es sich, mit Tutor:innen zu lernen, die sich mit allen Testbereichen auskennen. Der Erfolgskurs alsTeil des Sicherheitspaketes ist hier deine erste Wahl:
Im Basiskurs wird in vier Tagen vor Ort oder online der Kenntnisstand der Teilnehmenden auf das selbe Level gebracht. Egal ob Human- oder Zahnmedizin: Hier bist du richtig und wirst Expert:innen treffen, die sich damit auskennen!
- 4 Tage – 09:00 bis 18:00
- In Wien, Innsbruck, Graz und Linz oder online teilnehmen.
- Alle MedAT-Untertests: BMS, KFF, SEK-TV/MF
- Einstiegssimulation inkl. Auswertung für MedAT-H und MedAT-Z

In der MasterClass wirst du in 28 Sessions zu allem unterrichtet, was du in MedAT-H und MedAT-Z beherrschen musst. Tutor:innen mit Top-10-MedAT-Platzierung beantworten deine Fragen und geben dir Sicherheit.
Da du die Sessions einzeln besuchst, wählst du TV und Implikationen erkennen nur, wenn du den MedAT-H schreiben wirst und Manuelle Fertigkeiten, wenn du den MedAT-Z absolvierst.
- 28 einzelne LIVE-Sessions: Februar bis Juni
- Live online teilnehmen oder jederzeit die Aufzeichnungen starten.
- Tutor:innen mit bis zu 100 % in ihrem Untertest
- Frei einteilbar und von überall aus verfügbar.

MedAT-H und MedAT-Z wissen musst.
Bei der Generalprobe kannst du vor Ort dein Können im MedAT-H und MedAT-Z ultimativ auf die Probe stellen bevor es am Tag des Medizin-Aufnahmetests um alles geht.
- LIVE in Wien und Innsbruck oder online
- Realistische MedAT-Simulation eine Woche vor dem Test
- Testaufsicht und Testbedingungen dem Testtag nachempfunden
- Für MedAT-H und MedAT-Z

Übungsbücher, E-Learning + MedAT-Kurs:
Deine Vorbereitung für Human- und Zahnmedizin
Unterschiede im Studium: Humanmedizin vs. Zahnmedizin
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Studienstruktur. Humanmedizin oder Zahnmedizin studieren: In Österreich verlaufen die ersten beiden Studienjahre weitgehend parallel mit vielen Gemeinsamkeiten und lediglich einigen fachspezifischen Unterschieden.
Ab dem dritten Jahr entwickelt sich das Zahnmedizinstudium dann zunehmend spezialisiert, während sich die Inhalte der Humanmedizin stärker auf allgemeine medizinische Themen konzentrieren um diese zu vertiefen. In beiden Studien wirst du nach und nach auf die medizinische Praxis vorbereitet.
Wie das grundsätzlich an den österreichischen öffentlichen MedUnis aussieht, liest du hier. Es kann je nach Standort zu Abweichungen kommen, die Übersicht dient vor allem als Richtwert der Studieninhalte.
Zwischen den medizinischen Universitäten kann es vereinzelt Abweichungen geben, die Grundlage im Studium für Humanmedizin kann man aber folgendermaßen zusammenfassen:
Grundlagenphase (Vorklinik / 1.–4. Semester)
- Vermittlung naturwissenschaftlicher und medizinischer Grundlagen (Anatomie, Physiologie, Biochemie, Histologie etc.)
- Erste Einblicke in klinische und psychosoziale Themen
- Erste praktische Erfahrungen (z.B. Stationspraktika, psychosoziales Training)
Klinische Phase (ab ca. 5. Semester bis 10./12. Semester)
- Schwerpunkt auf klinisch-praktischem Wissen und ärztlichen Fertigkeiten
- Einbindung von Patient:innenfällen in die Lehre
- Praktische Übungen, Diagnostik, Pathologie und Pharmakologie
- Famulaturen bzw. klinische Praktika
Abschlussphase / Klinisch-praktisches Jahr (KPJ, 11.–12. Semester)
- Direkte praktische Arbeit in Krankenhäusern unter Supervision
- Eigenständiges Durchführen von Untersuchungen
- Intensive Vorbereitung auf den Berufseinstieg
Quellen: MedUni Wien Humanmedizin, MedUni Innsbruck Humanmedizin, MedUni Graz Humanmedizin, medizinische Fakultät JKU Linz Bachelorstudium Humanmedizin, medizinische Fakultät JKU Linz Masterstudium Humanmedizin



Alle drei Standorte, die das Zahmedizinstudium in Österreich anbietenfolgen einer ähnlichen Struktur mit drei großen Studienabschnitten:
Grundlagenphase (1.–2. Semester / Vorklinik)
- Erste zwei Semester sind stark an das Humanmedizinstudium angelehnt
- Vermittlung naturwissenschaftlicher und medizinischer Grundlagen (Anatomie, Physiologie, Biochemie etc.)
- Erste Einführung in zahnmedizinische Themen
- Entwicklung von psychosozialen Kompetenzen und ethischen Prinzipien
Zahnmedizinische Vertiefung (3.–6. Semester)
- Fokussierung auf Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
- Kleingruppenunterricht mit praxisnahen Übungen
- Problemorientiertes Lernen zur besseren Verknüpfung klinischer Zusammenhänge
- Manuelle Fertigkeiten und spezifische zahnmedizinische Inhalte werden intensiver behandelt
Klinisch-praktische Ausbildung (7.–12. Semester)
- Praktische Erfahrung in den Bereichen Chirurgie, Parodontologie, Zahnerhaltungskunde und Zahnersatzkunde
- Mehrere große Abschlusspraktika zur Vorbereitung auf das Berufsleben
- Arbeit in Universitätszahnkliniken oder externen Lehrpraxen
- Ziel ist es, eigenständig als Zahnmediziner:in arbeiten zu können
Quellen: MedUni Wien Zahnmedizin, MedUni Innsbruck Zahnmedizin, MedUni Graz Zahnmedizin



Am Anfang der Studienzeit gibt es kaum Unterschiede. Sowohl im Human- als auch im Zahnmedizinstudium bekommst du wichtige Grundlagen vermittelt, wie zum Beispiel in den Fächern Anatomie, Biochemie oder auch Physiologie. Auch sind die Praktika am Anfang nahezu identisch.
Mit Beginn der Klinik beginnen sich dann die Wege zu trennen. Für die Zahnmediziner:innen wird es praktisch und es geht darum anhand verschiedener Kurse und Übungen alles über die Zahn-Gesundheit-, Erhaltung und den Ersatz zu lernen.
Die Humanmediziner: innen vertiefen mittels Kursen, Vorlesungen und Praktika ihr praktisch-klinisches Wissen. Das Studium endet mit einem 48- bis 72-wöchigen Klinisch-praktischem Jahr (KPJ).
Nach dem Studium: Berufsalltag und Jobaussichten in der Human- und Zahnmedizin
Die Berufsaussichten in der Humanmedizin sind insgesamt sehr gut. Nach dem Studium gibt es eine breite Auswahl an Spezialisierungen, die unterschiedliche Perspektiven bieten. Danach hat man die Möglichkeit, sowohl im Krankenhaus zu bleiben als auch sich mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen.
Als Allgemeinmedizinerin und -mediziner kann man mit durchschnittlich zwischen 80.000 und 90.000 Euro pro Jahr rechnen. Bei Fachärzt:innen pendelt sich das Gehalt je nach Erfahrung und der jeweiligen Facharztausbildung zwischen 100.000 und bis zu 150.000 € brutto jährlich ein.


Nach dem Zahnmedizinstudium hast du die Möglichkeit, weitere Aus– und Fortbildungen zu besuchen. So kannst du danach zum Beispiel in der Oralchirurgie oder in der Kieferorthopädie arbeiten. Möglich ist aber auch, eine eigene Praxis zu gründen, um sich so als Zahnarzt bzw. Zahnärztin selbstständig zu machen.
Die Verdienstmöglichkeiten liegen später bei etwa 80.000 bis 100.0000 € Jahresbruttogehalt, abhängig von der späteren Spezialisierung und der Größe der Praxis. Als selbstständiger Arzt bzw. Ärztin mit eigener Praxis und mit entsprechenden Jahren Berufserfahrung können auch hier Spitzenjahresgehälter bis zu 150.000 € brutto oder mehr erzielt werden.
Quelle: Stepstone
FAQ: Humanmedizin oder Zahnmedizin
Die Zahnmedizin beschäftigt sich hauptsächlich mit der Gesundheit des Zahnes und des Zahnhalteapparates.
Die Humanmedizin betrachtet den gesamten menschlichen Körper und beschäftigt sich mit Prävention, Diagnostik und Behandlung von verschiedensten Erkrankungen, die außerhalb des Zahnbereiches liegen.
Die Studiendauer liegt bei Humanmedizin und Zahnmedizin bei 12 Semestern also sechs Jahren. Inhaltlich sind die ersten Semester meist nahezu ident, da auch in Zahnmedizin ein Basiswissen über den menschlichen Körper essentiell ist. Erst ab dem zweiten Studienabschnitt werden die Studieninhalten vertiefend und spezialisiert.
Für Humanmedizin schreibst du den jeweiligen medizinischen Aufnahmetest MedAT-H und für Zahnmedizin den MedAT-Z. Die Unterschiede sind in den Untertests
Nein, das ist leider nicht möglich. Wenn du dich dazu entscheidest, den Studiengang von Human- zu Zahnmedizin oder umgekehrt wechseln zu wollen, musst du erneut den MedAT der jeweiligen Studienrichtung schreiben.
Sowohl das Studium der Humanmedizin als auch der Zahnmedizin ist an den öffentlichen österreichischen Universitäten in der Regelstudienzeit von Studiengebühren befreit. Die Lebenserhaltungskosten unterscheiden sich natürlich auch nicht nach Studienrichtung, sondern ggf. nach Studienort und Ansprüchen.
In Human- und Zahnmedizin gibt es entspannte als auch stressige Phasen, die mit intensiven Lerneinheiten verbunden sind.
Am Ende des Tages sind jedoch beide Studiengänge relativ ausgeglichen, zumindest was den Faktor Stress anbelangt.
Die Berufsaussichten sind als Human- und Zahnmediziner:in sehr gut und du kannst mit einem Bruttojahresgehalt von durchschnittlich etwa 100.000 € rechnen.
Beide Berufsgruppen haben einen abwechslungsreichen Berufsalltag, der sich je nach Facharztausbildung z.B. darauf konzentriert, Patient:innen bei akuten Problem zu helfen, präventive Maßnahmen zu setzen oder aber auch an medizinischen Themen zu forschen. Du kannst in Zahnmedizin und Humanmedizin sowohl in einem Krankenhaus arbeiten als auch selbstständig eine Praxis eröffnen.